Erfolgreich Apps vermarkten mit Softwarelokalisierung

Softwarehersteller sitzen überall auf der Welt, doch die größten stammen aus Deutschland, Asien, Spanien und Frankreich. Dennoch ist die meistgenutzte Sprache bei Software heute Englisch. Dabei mögen die User am liebsten in ihrer eigenen Sprache kommunizieren. Für den weltweiten Vertrieb von Applikationen ist es also ratsam, diese auch kulturell und sprachlich anzupassen. Wenn ihr also Apps programmiert, solltet ihr einiges beachten.

Applikationen werden nur dann gerne gewählt, wenn sie verständlich und alltagstauglich sind. Also heißt die Devise, sich auf die Ebene der Nutzer zu begeben. Viele Fragen sind zu klären: Welche Sprache sprechen die Nutzer, welche Icons kennen sie und welche kulturellen Einflüsse umgeben sie. Alles das spielt eine große Rolle bei der Lokalisierung von Applikationen. Sprache, Bilder und Icons machen Applikationen aus. Je gezielter die Lokalisierung stattfindet, desto besser.

Weltweiten Einsatz in Unternehmen fördern durch Anpassungen

Gerade global handelnde Firmen nutzen gerne Applikationen für ihre Kommunikation über Ländergrenzen hinweg. Die Kompatibilität wird gefördert, wenn die gleichen Apps in allen Regionen verwendbar sind. Allerdings gilt auch hier: Nur wenn die Nutzerführung und die Verständlichkeit stimmen, dann werden sie auch gewählt. Jedes Land und jede Zielgruppe ist dabei einzeln zu betrachten, denn Menschen unterschiedlicher Herkunft denken und handeln häufig unterschiedlich, haben diverse Gewohnheiten und Lebensbedingungen. Auch darauf solltet ihr bei der Anpassung von Apps an Länder und Zielgruppen denken.

Dialekte und regionale Besonderheiten beachten

Sprachversionen sind der Anfang für die Softwarelokalisierung. Die schlichte Übersetzung in eine andere Sprache reicht aber bei Weitem nicht aus, um der Lokalisierung gerecht zu werden. Wort-für-Wort-Übersetzungen enden meist im Chaos. Schlechte Übersetzungen mit Rechtschreibfehlern bei Games sind hinlänglich bekannt. Viele Lacher erntete das berühmte „Elfmeterscheissen“. Also bedenkt: Orthografie und Grammatik sollten zumindest stimmen bei der sprachlichen Anpassung.

Auch das lokale Kolorit spielt eine Rolle bei der Lokalisierung. Österreicher kennen manche Begriffe, die Schweizer und Deutsche nicht zuordnen können. „Güät Tag wohl“ ist für Schweizer ein normaler Gruß, für Deutsche dagegen eher ungewöhnlich. Redewendungen und Dialekte bergen Schwierigkeiten bei Übersetzungen. Professionelle Übersetzer mit kulturellen Kenntnissen finden aber in der Regel adäquate Entsprechungen.

Zielgruppen bestimmen die Lokalisierung

Menschen haben ganz unterschiedliche Gewohnheiten, die kulturell und regional geprägt sind.  Araber lesen von rechts nach links. Das solltet ihr schon bei der Programmierung der Apps für Ägypten oder die Vereinigten Arabischen Emirate bedenken.

Auch die Satzlängen spielen eine Rolle bei der Anpassung der Apps. Alle Anweisungen sollten verständlich sein. Schon das Design der Menüs und der Toolbars ist hier einzubeziehen. Bestehen Platzprobleme bei der Übersetzung, weil die Sätze in der Zielsprache länger sind als in der Ursprungssprache, sind entweder größere Buttons bzw. Textfelder oder Scroll-Balken empfehlenswert. Auch adaptierbare Schriftgrößen können einen Ausweg aus der Platzmisere darstellen.

Bilder und Formate bei der Softwarelokalisierung einbeziehen

Wer bei den Maßeinheiten nicht unterscheidet, begeht einen großen Fehler. Bei Entfernungen rechnen die Amerikaner in Miles und Deutsche in Kilometern. Die landestypische Darstellung von Einheiten ist also auch sehr wichtig, um das Verständnis zu wahren.

Auch bei Bildern scheiden sich in der Akzeptanz die Geister. Der berühmte „Daumen hoch“ ist bei Europäern als Zeichen für „Ok“ bekannt. Iraner empfinden die Geste hingegen als obszön. Und auch in Bangladesch gilt letztere Einschätzung. Eine App, die eine solche Symbolik verwendet, sollte für Landesausgaben im Iran und in Bangladesch also speziell angepasst werden.

Hunde bilden das nächste Beispiel für Anpassungsbedarf. Bei Muslimen gelten sie als eher unsympathisch, da unrein. Europäer kennen aber den schnüffelnden Hund als Suchagenten. Auch hier ist beim weltweiten Vertrieb Vorsicht angeraten und eine Lokalisierung wichtig.

Regierungen entscheiden bei Applikationen mit

Eine wichtige Sparte bei den Apps sind Games. Gerade auch die Darstellung von Gewalt spielt eine große Rolle dabei. Und hier schreiten Regierungen vehement ein. Bereits in  Deutschland werden Spiele, die die Gewalt verherrlichen, angepasst. Knochenabbildungen und Schädel sind in China sogar absolutes Tabu. Sie gefährden nämlich nach Regierungsmeinung die gesellschaftliche Harmonie. Bekannt dürfte auch sein, dass in Deutschland das Hakenkreuz absolut verpönt ist.

Grafik, Sprache und Programmierung zusammenführen

Schon wenn es an die App-Programmierung geht, solltet ihr euch mit  Grafikern und Übersetzern zusammensetzen. Nur so kann die Lokalisierung aus einem Guss erfolgen. Sogenannte weich codierte Textfelder helfen bei der Einbettung von sprachlichen Längen. Sollen über Datenbanken Textinhalte einfließen, können selbst unterschiedliche lange Texte verwendet werden. Das erleichtert den Übersetzern ihre Arbeit ungemein und auch euch, wenn ihr programmiert.

Muttersprachler halten hohes Sprachniveau

Spaß macht eine App vor allem dann, wenn das Niveau der Originalversion auch bei den lokalisierten Varianten erhalten bleibt. Muttersprachler können hochwertige Übersetzungen und Anpassungen auch für die Auswahl von Bildern und Gesten sichern. Damit sich die User auf der ganzen Welt mit der jeweiligen App wohlfühlen, sind vielfach auch Floskeln und Redewendungen flüssig zu übertragen.

Eine professionelle Softwarelokalisierung durch erfahrenen Muttersprachler und Kommunikationsexperten macht sich bezahlt, wenn es um den Vertrieb der Apps geht. Je besser die Unterschiede bei Lokalisierungen eingeplant werden, desto erfolgreicher wird die Applikation. Der Gewinn steigt damit automatisch.

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